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Da liegt es also; Schwarz, weiß, orange auf dem Küchentisch.

Vom Cover des Buches schaut mich ein Sensenmann aus hohlen Augen an und hält neben der obligatorischen Sense eine ziemlich große Spielkarte in den Händen. Der ungewöhnlich lange Titel des Buches liest sich wie folgt: „The Best of Spell-Binder collection one – Eighty-five Tricks and routines from the pages of spell-binder magazine. Everything from card and coin magic to the bizarre and weird.“ Klingt also schon einmal vielversprechend.

Außerdem ist es 150 Seiten stark und der geschriebene Teil des Buches stammt von Stephen Tucker, herausgegeben wurde es allerdings von Martin Breese im Mai 1987. Es besteht aus Papier, Pappe und Druckerschwärze. Das Buch kommt also weder besonders klassisch, noch besonders modern daher. Und der Name Stephen Tucker, war mir, (auch wenn der Ein oder Andere über meine Unwissenheit den Kopf schütteln mag) noch nicht vorgekommen. Ich konnte jedoch herausfinden, dass er aus England kommt und all die, die im Februar 2012 in Blackpool beim Kongress gewesen sind, ihn vielleicht sogar schon einmal live gesehen haben. Sein Internetauftritt ist eher schlicht, aber humorvoll (was im Übrigen auch für das Buch gilt). Er war der Herausgeber des Magazins „Spell-binder“, das allerdings heute nicht mehr gedruckt wird.
Soviel zu den Äußerlichkeiten und Hintergründen. Und nun möchte ich auch den vielleicht wichtigsten Teil des Buches vorstellen: Den Inhalt. Wenn man das Buch aufklappt, findet man, wie der Titel schon sagt, eine Sammlung an Tricks und Tipps, die in dem schon erwähnten Magazin „Spell-Binder“ erschienen sind. Die Tricks wurden zusammengetragen von Martin Breese, der fand, dass die kleinen Artikel und Trickbeschreibungen einer größeren Leserschaft zugänglich gemacht werden sollten. Zu Recht, wie ich denke. Allerdings nur, wenn man sich mit der Idee anfreunden kann, vor einem kleinen Publikum zu zaubern und ganz nah dran, Stephen Tucker würde wahrscheinlich sagen ‘Close up’.
Die Tricks und Effekte werden zu einem großen Teil mit Karten erzielt, aber auch Gummibänder, Münzen und Schnürsenkel kommen nicht zu kurz. Das Buch ist in englischer Sprache verfasst, ist aber, wie ich finde, gut zu lesen und kurz, locker und verständlich geschrieben und mit dem ein oder anderen Witz garniert. Die Kunststücke sind praxiserbrobt und solide. Die Tricks brauchen mal mehr und mal weniger Fingerfertigkeit und stammen von verschiedenen Autoren. Meist ist sogar neben der reinen Trickbeschreibung eine Geschichte oder, wie man das heute nennt, ein Plot dabei, die von mystisch bis lustig reichen.

Was mir an dem Buch sehr gut gefallen hat ist, dass die Beschreibungen meist genügend Raum für eigene Ideen lassen. Zum Teil handelt es sich auch eher um Anregungen, die den Leser zum Nachdenken und Ausprobieren bringen sollen. Wenn ihr also close up zaubert, gerne tüftelt (eine Eigenschaft, die mit dem Zaubern von jeher in tiefer Verbindung steht) und zum Beispiel wissen möchtet, wie man einen Dämonen dazu bringt, dabei zu helfen eine gewählte Karte wiederzufinden, dann ist dieses Buch als durchaus lesenswert einzustufen.

1. Liebe Michelle, wie bist Du zur Zauberei gekommen und was war dein erster Trick?

Ich habe vor 20 Jahren Desimo für die Zeitung fotografiert. Als er Bilder kaufen wollte, wollte ich kein Geld, sondern habe ihn gebeten, mir den Besuch eines Zauberkongresses zu ermöglichen, weil ich mal 1000 sehr gut aussehende zaubernde Männer auf einem Haufen sehen wollte. Das Bild bei Simsalabonn im Phatasialand in Brühl war dann ein ganz anderes. Aber der Kongress hat mich auf Wolke 7 befördert. Dort habe ich mir das Handbuch der Magie und ein Seil gekauft und dann schließlich von Jörg Willich noch ein Kartenspiel geschenkt bekommen. Als erstes habe ich den Emsley-Count und Doublieren geübt und mir dann Twisting the Aces von Thomas Hierling aus “New Wave Close-up” draufgeschafft.

2. Wo/Wie bzw. Was findest du neue Ideen/Inspiration für eine neue Show?

Ideen für Zauberei kommen mir beim Hören von Musik, beim Lesen von Literatur, beim Betrachten von Bildern, in Alltagssituationen und beim
Autofahren.

3. Hast du ein Vorbild?

Ich habe kein Vorbild in dem Sinne, aber viele, die ich sehr bewundere für unterschiedlichste Fähigkeiten: Jörg Weber und seine genialen, ausgefeilten Konstruktionen, die Fertigen Finger und ihre große Kreativität, Audrey Hepburn für ihre Klarheit, Sandra Bullock und ihr Comedy-Talent, Pit Harting und seine Genialität, Roberto Giobbi für seine sehr, sehr saubere Technikarbeit und viele andere.

4. Was denkst du, haben es Zauberinnen schwerer als Zauberer um anerkannt zu werden?

Zauberinnen müssen an viele Fragestellungen anders herangehen als Männer und sind mit Fragen konfrontiert, die in der Entwicklungsgeschichte der Zauberkunst noch gar nicht beackert wurden – das ist vielleicht schwerer, aber auch eine Chance. Ich glaube nicht, dass Zauberinnen es grundsätzlich schwerer haben, anerkannt zu werden. Ganz im Gegenteil: Wenn sie etwas können, dann haben sie es meiner Meinung nach sogar leichter, weil niemand damit rechnet. Ich glaube eher, dass Zauberinnen sich oftmals eher selbst im Weg stehen als Männer, weil sie sich viel mehr “einen Kopp machen”, als einfach loszulegen.

5. Wenn du ein neues Programm hast, mit wem arbeitest du zusammen?

Ich habe sehr, sehr viel von Gaston gelernt, er unterstützt mich bei der Entwicklung neuer Kunststücke, Figuren und Darbietungen. Ich hatte Sprach-, Gesang- und Schauspielunterricht. Für Neu-Entwicklungen habe ich tolle Ratgeber: Thomas Fraps, Pit Hartling, Gaston, Juno, die Jungs vom Zauber-Dinner und Hannes Freytag gehören zum engen Kreis.

6. Was findest du besser, eine Lern DVD oder Bücher? Warum?

Ich habe – außer der Anleitung der Präparation von Newsflash von Axel Hecklau – noch nie von einer CD gelernt. Ich möchte das nicht, und ich habe auch gar keine Lern-CDs, weil ich Sorge habe, dass das Sehen der Präsentation eines anderen, meine eigene Kreativität einschränkt und meinen eigenen Stil zu stark beeinflusst. Ich bevorzuge Bücher.

7.Zum Schluss unser Tipp des Tages für alle jungen Zauberinnen und Zauberer.

Mein Tipp: Machen, machen, machen und auftreten, auftreten, auftreten! Nach dem Auftritt sofort überlegen, was gut und was nicht so gut war, die guten Dinge notieren und für die nicht so gut, Verbesserungen finden und auch notieren und beim nächsten Auftritt sofort umsetzen, um zu sehen, ob es besser wird.

Liebe Workshopteilnehmer,

 

Ich hoffe Ihr erinnert euch alle noch lebhaft an die schöne Zeit in Idar Oberstein 2012?

 

Falls jemand von euch die E-mail mit der Präsentation als PDF nicht erhalten hat, eine Frage dazu hat, sich an eine Geschichte oder Eselsbrücke nicht mehr erinnern kann oder einfach nur so mal ne Mail schreiben will: Ihr erreicht mich unter info(at)andreasfleckenstein.de
 

Da ich ja wirklich etwas spät bin habe ich mir ein kleines Bonbon ausgedacht: Unter allen von euch, die mir die Begriffe (in der richtigen Reihenfolge) der Geschichte aus Idar Oberstein (die mit dem Koffer anfing…) zuschicken, verlose ich folgendes Buch (das ich allen anderen übrigens auch sehr empfehlen kann):

 

Wolf, Bernhard – Denken hilft, 978-3453165427

 

Ich werde alle Rückmeldungen bis zum 20.05.2012 berücksichtigen.

 

Weitere Literaturtipps zum Thema:
Possin, Wilfried – Alles im Kopf! Mit Merktechniken zum Supergedächtnis, 978-3478733502 (vergriffen, aber bei Amazon gebraucht zu finden – und das Suchen lohnt sich!)
Arden, John B. und Strahl, Hartmut - Gedächtnistraining für Dummies, 978-3527703135
Urban, Adrian – Ein besseres Gedächtnis für Dummies, 978-3527707713 
Karsten, Dr. Gunther – Lernen wie ein Weltmeister: Zahlen, Fakten, Vokabeln schneller und effektiver lernen, 978-3442391127 

 

Viele Grüße und viele gute Erinnerungen!

Andreas

 

Von Felix Fischer

Vorab gesagt, die Tipps und Tricks von Jan sind nicht nur für Manipulatoren geeignet, sondern lassen sich sehr gut auf jede andere Sparte übertragen.
Um dieses Seminar vollständig erleben zu können, und nicht zwischendurch zu den Proben gehen zu müssen, habe ich extra in den Gruppen hin und her gewechselt. Es hat geklappt und hat sich gelohnt
Der Workshop war sehr interessant und aufschlussreich. Jan sagte zwar zu Beginn, dass wir keine Griffe einstudieren werden können, weil alle auf einem unterschiedlichen Level seien und dafür auch zu wenig Zeit sei. Darüber gibt es ja aber auch genug Literatur. Nicht aber über das „richtige“ Stehlen. Aus diesem Grund haben wir uns vielmehr darauf konzentriert, wie man richtig Ladungen am Körper befestigt und wie man sie unbemerkt stiehlt.
Besonders aufgefallen ist dabei, mit welch einer Präzession Jan hierbei vorgeht. Alles ist bis ins kleinste Detail durchdacht. Sein Tipp ist aber trotzdem, dass man nur die Ladungen am Körper tragen sollte die unbedingt nötig sind, denn sie tragen je nachdem etwas auf und man hat eben nur begrenzt Platz!
Praktisch sei zum Beispiel, dass man beim ablegen in den Koffer oder ähnliches einfach weitere Karten mitnimmt, so Jan. Ein weiterer Tipp von ihm ist, dass wir mit größeren Bällen üben sollten als wir auf der Bühne auftreten, dadurch sieht es dann spielerisch einfach aus und um neue Griffe, Techniken oder auch das Tamariz-Deck auf immer und ewig auswendig zu können bringt es nichts heute zwei Stunden zu üben, morgen dann gar nicht und übermorgen nur eine halbe Stunde und so weiter, sondern möglichst konsequent jeden Tag drei bis vier mal 15 Minuten!

Niemals eine Ladung am Jackett befestigen, war nur ein Ratschlag von vielen, die Jan uns gegeben hat. Wer von euch schon einmal im Jackett gezaubert und vielleicht auch manipuliert hat weiß, dass sobald man den Arm hebt, das Jackett sich hebt und zur Seite aufschwingt (ich weiß nicht genau wie ich das erklären soll, probierts’ am besten mal aus: Jackett anziehen und den Arm parallel zum Boden zur Seite ausstrecken und das Jackett dabei beobachten dann wisst ihr was ich meine…)
Durch diesen blöden Effekt würde man alle oder zumindest sehr viele Ladungen sehen, deshalb immer an der Hose am Po alles verstecken. Ein weiterer Vorteil davon ist, dass die Ladungen immer an der gleichen Stelle bleiben und nicht hin und her wackeln können.

Gegen Ende des Seminars zeigte Jan uns noch wie er seinen großen Geldscheinfächer (welchen er am Körper trägt) erscheinen lässt und dann auch noch eine überdimensionale Münze in der eine Zigarettenschachtel versteckt war (natürlich auch in Übergröße).
Das war für einige mit denen ich gesprochen hatte einer der Höhenpunkte des Seminars und deshalb beende ich damit auch mein Bericht….
Zum Schluss kann ich nur noch sagen: DANKE JAN, war echt ein cooler Workshop!

Von Sascha Hameister

Ich bin zurück! Zurück in meiner kleinen heilen Welt in Ettlingen bei Karlsruhe. Wo ich war, fragt ihr? Ich war unterwegs in Idar-Oberstein beim 20. MZvD Jugendworkshop. In einer zauberhaften Welt der Magie, einer Welt in der Tag und Nacht verschwimmen und sich eine große Familie von Zauberern trifft.

Ich muss zugeben, dass ich anfangs skeptisch war, ob ein Jugendworkshop wirklich der richtige Ort für mich ist, da ich mich mit meinen 26 Jahren für Jugendworkshops eher am Ende der Altersskala befinde. Das was ich erlebt habe, sprengt aber alle meine Erwartungen und ich möchte euch hier kurz berichten, wie es mir erging.

Der Donnerstag stand für mich voll im Zeichen meiner Praxisprüfung zur Aufnahme in den magischen Zirkel. Somit konnte ich Roberto Giobbis Vortrag über den Professor – Dai Vernon – leider nicht vollkommen miterleben, durfte aber trotzdem einige Prinzipien und Ideen mitnehmen, die Giobbi anhand alter Videoaufnahmen erklärte. Mit meiner geschichtenerzählenden Prüfungsnummer durfte ich den JeKaMi-Abend einleiten und habe mich sehr darüber gefreut in viele freundliche, herzliche Gesichter blicken zu dürfen und mich auch von Gisela (Achtung Insider! ;) ) unterstützen zu lassen.

Im Anschluss an meine Nummer habe ich viele weitere tolle JeKaMi-Präsentationen von der Seite aus beäugen dürfen. Besonders gefielen mir die Nummern von Lina Heide und Rebecca Rohrmeier. Lina berichtete von Trollen und einer magischen Murmel. Rebecca ließ ein Kartenspiel erscheinen und schenkte dem Zuschauer eine Visitenkarte, auf dessen unterschriebener Rückseite später in der Hand der Mona Lisa die vom Zuschauer gezogenen Karte erschien.

Nachts ging es dann ab zur Eckenzauberei und ins Impro-Theater. Es wurde viel gelacht und gezaubert. Niemand brach sich einen Zacken aus der Krone das eine oder andere Geheimnis zu lüften und so das eigene Wissen zu teilen. Nach einer kurzen Nacht und ausgiebigem Frühstück ging es Freitagmorgen zum Flick-Flack-Workshop “Die Magie der Bewegung”. Neben effektiven Methoden gegen Lampenfieber und Prüfungsstress (wie David Fabricius bereits berichtete) war meine besondere Erkenntnis, dass es sinnvoll ist die Arme in “Jogging-Haltung” zu halten. Dies wirkt zwar in mir selbst noch ziemlich befremdlich, sieht jedoch viel besser aus, als die Arme schlaff herabhängen zu lassen. Mit etwas Training wird dies sicher auch in meinen natürlichen Bewegungsschatz aufgehen.

Gestärkt vom Mittagessen und einigen zuvor bei Flick-Flack gelernten Entspannungsübungen ging es für mich in den Theorieteil meiner MZvD-Prüfung. Ich war wirklich sehr nervös, obwohl ich doch lange hierfür gelernt hatte. Viele freundliche Menschen nahmen mich kurz beiseite, wünschten mir Glück und machten mir Mut.

Mit einem guten Gefühl machte ich mich nach der Prüfung auf, etwas Schlaf nachzuholen, der in Idar-Oberstein wirklich spärlich gesät ist. Abends ging es dann ins Stadttheater zum zweiten JeKaMi. Auch hier gab es viele spannende Nummern. Simone Rau überzeugte mit ihrem Programm rund um die Olympiade im Schnellpuzzlen. Im “Werbeblock” ihres Programms stellte sie das neue Waschmittel FISm vor, das neben Rotwein- und Weißweinflecken auch die besonders schlimmen Gelbwein- und Grünweinflecken entfernt.

Der Höhepunkt für mich an diesem Abend war jedoch, dass ich die Aufnahmeprüfung in den magischen Zirkel bestand. Zurück in der Jugendherberge feierte ich mit viel Eckenzauberei dieses Ereignis, sodass auch diese Nacht relativ kurz ausfiel.

Roberto Giobbi erklärte uns im Workshop Dinge, die für mich eigentlich selbstverständlich waren… und doch hatte ich sie jahrelang nicht richtig gemacht. Er erläuterte die Fragen “Wie funktioniert eigentlich genau ein Überhandmischen?” und “Was muss ich beim Abheben und Falschabheben beachten?”. Zudem erklärte er den Unterschied in der Kommunikationsgrammatik auf Bühne und im Close-up-Bereich.

Nachmittags erwartete uns ein ganz besonderer Workshop “Die Magie der Bühnenpräsenz”, auf den ich mich seit meiner Anmeldung für Idar-Oberstein gefreut hatte. Susanne Sewald arbeitete mit uns am Verständnis, was für Qualitäten in einem Raum liegen und klärte mit uns den Begriff der Bühne. In verschiedenen Szenen versuchten wir herauszufinden, wie Qualitäten in einem Raum entstehen und wie man sie verändern kann. So fanden wir heraus, warum ein Lehrer keine Ruhe in einen Raum bringen kann, wenn er währenddessen innerlich kocht, mit den Füßen trippelt und die Hände knetet. In einer anderen Szene spielte ich einen auffällig aggressiv, nervigen Zuschauer, der versuchte, dem Künstler die Bühne streitig zu machen. Wir überlegten uns Handlungsstrategien und probierten ihre Wirkung direkt aus.

Der Höhepunkt in Susannes Workshop war für mich, dass wir an der Begrüßung in meiner Nummer gearbeitet haben. Meine Darbietung ist sehr ruhig, romantisch und mystisch und ich stellte die Frage, wie ich beispielsweise nach einer spannenden, lauten Nummer die Aufmerksamkeit des Publikums einfangen kann, ohne die Stimmung abzuschneiden. Hierzu probten wir mindestens ein Dutzend Mal, wie ich auf die Bühne komme, wann meine Musik einsetzt und mit welcher Intonation ich wann spreche.

Statt davon genervt zu sein immer wieder denselben Text zu hören, halfen mir Susanne und die Workshopteilnehmer unermüdlich dabei meine Begrüßung immer weiter zu verbessern. Nun ist es für mich viel einfacher geworden zu Beginn 30 Sekunden still vor Publikum zu sitzen und dabei zu entspannen (Ja, das ist Teil meiner Nummer). Dem grandiosen Workshop, in dem sicherlich nicht nur ich viele Gedanken und Ideen mitgenommen habe folgte die abendliche Gala.

 

Jan Forster führte humorvoll und mental durch das Programm und nicht nur ich war erstaunt darüber wie Ted McKoy eine Variante von Kurz-Mittel-Lang präsentierte, die das Publikum am Ende der Nummer fast zum Ausflippen brachte. Nach erfolgtem Aufstieg zurück zur Jugendherberge stand die letzte Nacht an, die es zu gestalten galt. Schließlich wollte ich möglichst keine Minute Idar-Oberstein mit überflüssigem Schlaf verschwenden. Dieses Gefühl hatten noch einige andere Nachtgeister, die sich auch erst um 6 Uhr zum schlafen legten.

 

Nach Andreas Fleckensteins Seminar “Findet Mnemo” konnten sich viele von uns viel besser an Dinge erinnern, nachdem wir verschiedene Methoden Memorierens kennen gelernt hatten. So denke ich fortan an Gisela, wenn ich einen Würfel in die Hand nehme und an einen Rennfahrer, der Kurz-Mittel-Lang präsentiert, wenn ich irgendwo die Zahl eins lese.

 

Mit lachendem und weinendem Auge stieg ich ins Auto, um die Rückfahrt anzutreten: Müde, geschafft, glücklich, verzaubert.

 

Der Tag danach: Über 30 neue Facebook-Freunde, viele Unterhaltungen mit Teilnehmern, Freude, Glück, Müdigkeit, die Sicherheit im nächsten Jahr wieder Idar-Oberstein zu besuchen, diesen Artikel für die Trixxbox schreiben, Freude auf die Jugendmeisterschaft in Frankfurt!

Wenn ich euch nun verrate, dass ich mich mit diesem Artikel wirklich kurz gehalten habe, dann könnt ihr euch sicher vorstellen, wie viel man in 4 Tagen Hogwarts, äh pardon, Idar-Oberstein wirklich erlebt.

Ich wünsche euch eine gute Zeit!

Sascha Manuel